"Eine Demenz zeichnet sich durch einen fortschreitenden Verlust früher erworbener Fähigkeiten des Gehirns aus. Bei schweren und dauerhaften Problemen mit dem Gedächtnis, der Orientierung, der Konzentration oder der Fähigkeit, Dinge zu planen, spricht man von einer Demenz. Die häufigste Form einer Demenzerkrankung ist die Alzheimer-Krankheit Es ist wichtig, bei Gedächtnisproblemen so früh wie möglich einen Arzt aufzusuchen und eine Diagnose stellen zu lassen.
Es gibt Demenzerkrankungen, die durch eine Behandlung geheilt oder in ihrem Fortschreiten aufgehalten werden können,
wie z.B. Durchblutungsstörungen im Gehirn, Störungen aufgrund von Vitaminmangel, Schilddrüsenerkrankungen.
Je früher die Diagnose gestellt wird, desto
eher können Demenzkranke, Angehörige und Freunde der Krankheit aktiv begegnen und über ihr späteres Leben bestimmen. Etwa zwei Drittel der Demenzkranken leben zu Hause, Angehörige und ihre Familien und Freunde sind im
Verlauf der Erkrankung sehr belastet. Sie und freiwillige Mitarbeiter
sowie Fachkräfte benötigen Wissen über das Krankheitsbild, über Diagnose und Therapiemöglichkeiten und über bewährte gute Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten."
(Auszug aus dem Flyer des Demenz-Servicezentrums
Ruhr; 2005)
"Etwa eine Million
Menschen leiden in Deutschland an einer Demenz. Die Alzheimer-Krankheit
ist dafür die häufigste Ursache. Zwar tritt sie besonders in höherem
Alter auf, aber auch Menschen unter 60 Jahren sind betroffen. Noch
immer ist eine ursächlich wirksame Behandlung nicht möglich. Den
Erkrankten fällt es schwer, Erinnerungen abzurufen, neue Erfahrungen
aufzunehmen, sich räumlich und zeitlich zu orientieren und mit ihrem
gewohnten Alltag fertig zu werden. Sie können schon bald vollständig
auf fremde Hilfe angewiesen sein. Etwa zwei Drittel aller Betroffenen
werden – oft rund um die Uhr – durch ihre Angehörigen gepflegt und
betreut."
(Christel Schulz, Alzheimer Gesellschaft Bochum e.V./Demenz-Servicezentrum für die Region Ruhr; 2002)