Stadtteilprojekt
Domino
Präsentation
des Stadtteilprojekts Domino - Mai 03 bis April 06 -
Bericht
und Bilderbogen zur Fachtagung Stadtteilprojekt Domino:
-
Mit Demenz zu Hause leben - Nov. 2005 -
Stadtteilprojekt Domino -
Ausblick -

Download:
Zeitungsartikel:
"Leidensgenossen wurden Freunde"
Immer donnerstags treffen sich ältere
und demente Menschen im Café Domino zur betreuten Selbsthilfe.
(Quelle: WAZ; 08. 08. 2009)
(PDF-Format 1416 KB)
regelmäßige
Veranstaltungen der
Alzheimer Gesellschaft Bochum e.V. - 04/2010 -
(PDF-Format 51 KB) - NEU! -

Modellprojekt für
Angehörige und Kranke mit stadtteilbezogenen Angeboten: Stadtteilprojekt
Domino
Am 01. Mai 2003 startete das Modellprojekt der
Alzheimer Gesellschaft Bochum e. V. mit Namen „Modellprojekt zur
Verbesserung der Lebenssituation dementiell erkrankter Menschen und
ihrer pflegenden Angehörigen im nahen Wohnumfeld“.
Geleitet wurde dieses
"Stadtteilprojekt Domino" von der
Diplom-Pflegewissenschaftlerin (FH) Frau Ingrid Rüschenschmidt.
"Wir waren sehr erfreut
darüber, dass unser Antrag bei der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
Anerkennung und Berücksichtigung und somit die Finanzierung für 3
Jahre erhalten hatte."
(Website: http://www.sw.nrw.de
§)
Inhalte des
Stadtteilprojekts Domino:
Ziel des Projekts war es, demenzkranke Menschen und ihre
Angehörigen wohnortnah zu unterstützen und Entlastung zu bieten.
In sechs Bochumer Stadtteilen
entstanden in geeigneten
Räumen Betreuungsgruppen "Café Domino" für Menschen mit
Demenz.
Wir
arbeiteten mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zusammen, die auf ihre
anspruchsvolle Tätigkeit qualifiziert vorbereitet und fachlich
begleitet wurden. Sie leiteten und betreuten die "Café Domino"
in den jeweiligen Stadtteilen Bochums.
Das
stadtteilnahe Angebot umfasste:
"Café
Domino" – Betreuungsgruppen für Alzheimerkranke im Stadtteil
Häusliche
Besuchsdienste für Alzheimerkranke
Gesprächskreise
für Angehörige
Persönliche
Beratung
Fachliche
Begleitung ehrenamtlicher
MitarbeiterInnen
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Bericht
und Bilderbogen zur Fachtagung: Mit Demenz zu Hause leben.
(11/2005)
"Mit Demenz zu Hause leben."
Fachtagung des Stadtteilprojektes Domino
der Alzheimer Gesellschaft Bochum e.V.
"16. 11. 2005 im Zisterzienserkloster Stiepel: „Junge geistig und körperlich kräftige Menschen sollen ihre Eltern nicht „mit ihrer Vollkraft“ beschämen, wenn der Verstand abnimmt“
Mit diesen Worten aus Jesus Sirach 3,11-16 stimmte Pater Rupert die Teilnehmer der Fachtagung „Mit Demenz zu Hause leben“ auf das Thema des Tages ein. Ob der Schreiber damals auch schon Alzheimerkranke im Blick hatte? Wohl kaum, denn die Situation altersbedingter Demenzerkrankungen hat sich hauptsächlich deshalb in den letzten Jahrzehnten so verschärft, weil wir heute statistisch viel älter werden als die Menschen früherer Generationen.
Heute leben in NRW ca. 300 000 dementiell Erkrankte, von denen nur ein knappes Drittel in Pflegeheimen versorgt wird. Diese Zahlen machen deutlich, dass es nicht das Ziel sein kann, alle Demenzkranken in Heimen unterzubringen. Wer sollte das auch bezahlen? Sie in ihrer gewohnten Umgebung zu betreuen, bedeutet aber für die Angehörigen eine enorme Belastung, erst recht, wenn diese glauben, die Krankheit vor der Umwelt beschämt verschweigen zu müssen.
In Bochum gibt es seit 2 Jahren das Stadtteilprojekt Domino“, das von der Alzheimer-Gesellschaft ins Leben gerufen wurde. Hier werden ehrenamtliche Helfer/Innen ausgebildet, um Stadtteil bezogene Treffpunkte zu betreuen und häusliche Besuche zu leisten. Dies ist Pionierarbeit, aber wie das Roden eines Waldes vor dem Ackerbau eben nur ein erster Schritt.
Wir müssen die Demenz aus der Verschwiegenheit herausholen. „Demenzkranke müssen auch der Öffentlichkeit „zugemutet“ werden“, so der Tenor des Referates von Prof. Dr. em. Ursula Koch-Straube von der Ev. Fachhochschule in Bochum. Angehörige dürfen nicht mit der Betreuung und Pflege Demenzkranker allein gelassen werden“ und dass die Beratung pflegender Angehöriger unerlässlich sei betonte Wilma Dirksen, gerontopsychiatrische Beraterin aus Münster.
Ein an Demenz Erkrankter lebt in seiner eigenen Welt und reagiert oft unvorhersehbar. Sein spontanes Benehmen liegt oft außerhalb unserer sozialen Normen: Er benimmt sich daneben.
Dr. Jan Wojnar, ein bekannter
Gerontopsychiater aus Hamburg, plädiert deshalb dafür, ein Verhalten, das wir selbst ehrlicherweise unbeobachtet auch an den Tag legen würden, bei Alzheimer-Patienten nicht mit Druck zu bestrafen. Genau diese Zusammenhänge müssen aber die Angehörigen dementiell Erkrankter erst lernen, damit die Betreuung ihrer Lieben nicht ihnen selbst und den Kranken zur zusätzlichen Last wird. Einig waren sich die über 100 Angehörigen, professionellen und ehrenamtliche Experten, dass die vielen Projekte, die durch die Demenz Serviceinitiative des Landes NRW gefördert werden dauerhaft eine gesetzliche Finanzierung benötigen.
Demenzkranke müssen den Gesunden nicht nur Last sein, sondern können auch eine Quelle der Bereicherung sein. Es kann durchaus befreiend sein, nicht mehr gesellschaftlichen Normen verpflichtet zu sein, ein „unwürdiger Greis“ zu sein. So fand auch die Fachtagung einen „komischen“ Abschluss durch die Darbietung von Prof. Dr. Okko Herlyn, dieses Mal nicht in seiner Funktion als Professor der Ev. Fachhochschule, sondern als Kabarettist."
Autorin:
Frau Homburg,
ehrenamtliche Mitarbeiterin der Alzheimer Gesellschaft Bochum
e.V.
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Bilderbogen
zur Fachtagung (11/2005)
"Mit Demenz zu Hause leben."
Während der dieser Tagung konnte die Fotoausstellung "Herz-Klänge" besucht werden,
die im Rahmen der Kulturtage Demenz Duisburg entstanden ist.
Fotos:
© Martin
Schulz 2005
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Stadtteilprojekt Domino:
Ausblick
Im April 2006 endete das Stadtteilprojekt Domino nach dreijähriger finanzieller Förderung durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.
Aus diesem Grund fand das letzte Treffen der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum monatlichen fachlichen Austausch in feierlichem Rahmen statt.
Trotz aller Wehmut über das Ende der Laufzeit überwog doch Freude und Stolz, dass
in vier Stadtteilen das Café Domino weiter regelmäßig stattfinden wird. Auch der häusliche Besuchsdienst durch das bewährte freiwillige Team besteht über das Projektende hinaus.
Bei Fragen und Problemen stehen die Mitarbeiter der Alzheimer
Gesellschaft e.V./des Demenz Servicezentrums Ruhr gerne zur
Verfügung.
Ansprechpartnerin:
Ingrid Rüschenschmidt
Informationen:
Telefon:
0234 / 33 77 72 und 0234 / 3 25 35 23
E-Mail: info@alzheimer-bochum.de
Anm.:
Freitagsvormittags ist Ingrid Rüschenschmidt weiterhin für Angehörige und freiwillige Mitarbeiter von
10:00 - 12:00 Uhr im Büro der Alzheimer Gesellschaft Bochum
e.V. erreichbar!
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